Die besten Fotospots in Hamnøy (Lofoten)

(Beitrag enthält Werbung) Hamnøy – das ist ein winziger Ort auf den Lofoten, der Jahr für Jahr Fotobegeisterte aus aller Welt anzieht. Kein Wunder: Der Ort wird eingerahmt von dramatischen Bergen, den typischen roten Häusern, Rorbuer genannt, es herrscht arktisches Licht, was nahezu jedes Foto zu einem Kalendermotiv werden lässt. In diesem Beitrag zeige ich Fotospots in Hamnøy und teile aktuelle Eindrücke meiner letzten Reise. Denn was viele nicht wissen, ist, dass mittlerweile einige der beliebten Fotospots durch Privatschilder abgegrenzt und damit nicht mehr frei zugänglich sind. Hier im Beitrag gebe ich Informationen, was derzeit möglich ist und wie du Hamnøy mit einem frischen Blick fotografieren kannst. Ich selbst fotografiere alles mit dem iPhone – also nur Mut, um schöne Reiseerinnerungen von den Lofoten mitzubringen, braucht es nicht unbedingt teures Kameraequipment.
Wo ist Hamnøy genau – und warum zieht es alle hin?
Hamnøy liegt auf den Lofoten, eine Inselgruppe in Nordnorwegen und hier etwa 10 Minuten westlich von Reine. Der Ort ist wirklich winzig, dafür aber weltbekannt – vor allem wegen einer ganz bestimmten Ansicht: Der Blick von der Hamnøy Brücke auf die roten Fischerhütten (Rorbuer) vor einer recht dramatischen Bergkulisse. Dieses Bild ist so berühmt, dass es das Titelbild des beliebten Reiseführers Lonely Planet und auch den Norwegen Reiseführer von Robin Runck zieren darf. Darüber hinaus gibt es auch ein spektakuläres „Aurora Borealis über Hamnøy“ Puzzle von MyPuzzle. Die Hamnøy Brücke führt übrigens über den Breisundet – eine Meerenge im Vestfjord und verbindet die Lofoteninseln Hamnøy und Lille Toppøya.
Die Frage, die sich bei all den Meldungen zu Übertourismus stellt ist: Lohnt sich Hamnøy noch als Fotospot?
Zumindest zeige ich dir nun mal die Spots, die legal und ohne die Privatsphäre der Locals zu verletzten, im Moment möglich sind:
Die 6 besten Fotospots in Hamnøy – mit ehrlichen Tipps
1. Der Klassiker: Blick von der berühmten Hamnøy Brücke

- Koordinaten: 67.945373, 13.132153
- Motiv: Rote Rorbuer vor dem Olstind
- Wann: Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, blaue Stunde oder mit etwas Glück nachts im Licht von Lady Aurora
- Tipp: Stativ mitnehmen, wenn du mit vor allem nachts Langzeitbelichtung arbeiten willst
- Sicherheitshinweis: Achte auf den Verkehr auf der Brücke
- Special Tipp: Falls es dir möglich ist, warte unbedingt bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann gehen in den kleinen roten Fischerhütten die Lichter an. Ein wunderschönes Bild:
2. Farbspiel im Himmel bei Sonnenuntergang – Hamnøy Brücke

- Koordinaten: 67.945373, 13.132153
- Motiv: Farbspiel im Himmel
- Wann: v.a. Sonnenuntergang
- Tipp: Stativ mitnehmen, wenn du mit Langzeitbelichtung arbeiten willst
- Sicherheitshinweis: Achte auf den Verkehr auf der Brücke
3. Fischerhütte samt Boot mit Blick auf den Fjord / direkt an der E10

- Koordinaten: 67.943293, 13.120675
- Motiv: rotes, beleuchtetes Haus im Abendlicht, Boot
- Wann: abends
- Tipp: Stativ mitnehmen, wenn du mit Langzeitbelichtung arbeiten willst
- Sicherheitshinweis: Achte auf den Verkehr auf der E10, besonders wenn die Fähre ankommt, herrscht teils reger Verkehr
4. Blick auf den Hafen von Hamnøy

- Koordinaten: 67.946681, 13.133699
- Motiv: Farbspiel im Himmel
- Wann: immer, die Situation am Steg und das Wetter erzählen hier die Geschichte
- Tipp: du befindest dich vor der Sauna, respektiere die Privatsphäre z.B. v. Badenden
- Sicherheitshinweis: Achte auf den Untergrund, besonders bei Nässe kann es glatt sein
5. Blick auf die kleinen Häuser und die Wellenbrecher zwischen Hamnøy und Sakrisøy

- Koordinaten: 67.941021, 13.120013
- Motiv: Wellenbrecher und Häuser mit Bergkulisse
- Wann: immer, ideal sind natürlich immer die Tagesrandzeiten wegen dem Licht
- Tipp: der Fotospot befindet sich auf dem Wohnmobilstellplatz – im Idealfall stehst du selbst mit dem Auto hier ansonsten bitte die Privatsphäre der Camper achten
- Sicherheitshinweis: Achte auf die Wasserkante, es ist aber nicht wirklich gefährlich an der Stelle
6. Sicher nicht wirklich ein Geheimtipp für einen Fotospot auf den Lofoten – aber trotzdem schön: Sakrisøy mit Blick zurück auf Hamnøy

- Koordinaten: 67.937926, 13.112957
- Motiv: Blick von der Anhöhe auf der Insel Olenilsøya
- Wann: ein Blick von oben ist zu jeder Tages- und Nachtzeit schön
- Tipp: vor allem bei Regen Schuhe mit Antirutschsohle / Gummistiefel etc., der Weg ist sehr nass und schlammig
- Sicherheitshinweis: Wenn du nachts gehst, verhalte dich möglichst ruhig und respektiere die Nachtruhe von Mensch und Natur
7. Nordlichter in Hamnoy fotografieren

- Koordinaten: 67.940677, 13.120702
- Motiv: Aurora Borealis, Fischtrockengestelle, Bergkette im Hintergrund
- Wann: tja, das bestimmt Lady Aurora immer selbst – dunkel muss es sein 😉
- Tipp: Für Polarlichtfotografie brauchst du auf jeden Fall ein Stativ
- Sicherheitshinweis: Der Weg hinter den Fischgestellen ist steinig, Vorsicht bei Dunkelheit.
Was sich verändert hat: Verbotene Spots & Overtourism
In den letzten Jahren ist der Besucherandrang auf den Lofoten stark gestiegen. Mit der Beliebtheit kamen Probleme: zugeparkte Straßen, Müll, Drohnenlärm – und mit ihnen zunehmende Sperrungen beziehungsweise Verbotsschilder. Die Menge von all diesem hat mich wirklich überrascht. Einige Spots, die früher als „Geheimtipps“ oder super Fotospots galten, sind heute durch Bänder oder Schilder markiert beziehungsweise abgesperrt. Auch in Hamnoy und Sakrisoy habe ich eine Menge davon gesehen.
Mein Herzensanliegen wäre, dass du dich vor allem respektvoll den Einheimischen und natürlich auch anderen Reisenden gegenüber verhältst. So verlockend es ist – weder Firmen- noch Privatgelände sollten betreten oder befahren werden. Vor allem dann nicht, wenn eindeutige Schilder davor stehen.
Parke bitte nur an dafür ausgewiesenen Stellen, glaubt man den Stimmen im Internet, sind die Einheimischen vor allem auf den Lofoten alle kurz vorm Herzinfarkt. Ich kann es verstehen, wenn pro Tag hunderte von Menschen durch den eigenen Garten düsen, nur um das eine Fotomotiv zu erwischen.
🎥 Tipp: Ich verlinke hier mal mein Video zum Thema „Norwegen am Limit“ – schau unbedingt rein, da gehe ich auf dieses Thema näher ein und nenne auch paar Beispiele. Hier geht´s zum Video

Fotografieren mit dem iPhone – ja, das geht wunderbar!
Ich mache meine Bilder fast ausschließlich mit dem Smartphone – genauer gesagt mit diesem iPhone (*) und manchmal kommt noch ein Stativ zum Einsatz. Damit mit der Strom nicht ausgeht, nutze ich diese wirklich ultrapraktische Powerbank (*). Mich macht die minimale Ausstattung ziemlich glücklich, da ich vor allem bei längeren Wanderungen nicht so viel Gewicht umherschleppen muss. Und ja: Man kann damit großartige Aufnahmen machen, wenn man ein paar Dinge beachtet:
Tipps für Smartphone-Fotografie:
- Klingt vielleicht lustig – aber die Linse muss regelmäßig gereinigt werden, sonst wird das Bild milchig
-
Fotografiere vor allem früh oder spät, wenn das Licht weicher ist, ab der Dämmerung empfehle ich ein Stativ
-
Spiele mit Komposition – ein Fotoauge stellt keine Ansprüche an Technik, will aber geübt werden
- Nachbearbeitung funktioniert zum Beispiel sehr gut mit Snapseed
Übernachten in Hamnøy – traditionell und mit Aussicht, bitte!
Mit dem Wohnmobil:
Auf diesem Wohnmobilstellplatz haben wir uns so wohl gefühlt, dass wir gleich 3 Nächte geblieben sind – den können wir wirklich von Herzen empfehlen:
-
Sea Side Camping / Links zu google Maps

Unterkunfts-Tipp mit Aussicht:
Aber auch als PKW-Tourist gibt es tolle Möglichkeiten. Bei einem Spaziergang haben wir uns die kleinen roten Häuschen etwas näher angeschaut – wenn wir kein Womo hätten, dann hätten wir auf alle Fälle hier eingecheckt:
-
Eliassen Rorbuer: Ist die wohl berühmteste und leider auch recht teure Unterkunft der Region. Dafür in absoluter Nachbarschaft zum Klassiker-Spot. Ganz sicher sehr praktisch um mehrfach auf die Brücke zu laufen.
Hier kommst du direkt zur Buchungsseite und kannst dir die Unterkunft genauer anschauen. (*)
Tipp: Unbedingt rechtzeitig buchen – vor allem in der Hauptsaison (Juni bis August) oder zur Polarlicht-Zeit.
Beste Reisezeit zum Fotografieren auf den Lofoten
| Monat | Besonderheit |
|---|---|
| März | Polarlichter + Schnee + wenig los |
| Mai/Juni | Mitternachtssonne + blühende Natur |
| September | Herbstfarben + oft noch mildes Licht |
| Dezember–Februar | Polarlichter + extreme Bedingungen |
Wir haben die Lofoten im Herbst besucht. Grundsätzlich keine schlechte Zeit. Es ist nicht mehr ganz so überlaufen, dafür muss man zu der Zeit mit starken Winden und auch viel Regen rechnen. Da die Nächte schon recht lang sind, gibt es dafür genug Gelegenheit für Aurora-Fotografie. Wenn du noch ein paar mehr meiner Fotos oder auch die Reiseimpressionen lesen möchtest – dann schau gern mal hier: Unterwegs mit Wohnmobil auf den Lofoten
Praktisches für die Fototour auf den Lofoten
-
Wetter-App: Yr.no – für Norwegen unverzichtbar
-
Apps & Planungs-Tool: PhotoPills / SpaceWeather / Mapy.cz / Park4Night / Easy Park / Polarlicht-Vorhersage
-
Kleidung: Immer eine Schicht mehr als gedacht – Wind & Wetter wechseln schnell, Gummistiefel
-
Parken: In Hamnøy selbst sehr begrenzt – lieber außerhalb parken und zu Fuß gehen
Fazit: Hamnøy fotografieren mit Respekt
Es ist und wird auch so bleiben: Das berühmte Motiv ist ikonisch. Es ziert Reiseführer, Smartphone-Bildschirme und ganz sicher viele Fotoalben. Aber: Du kannst und darfst Hamnøy neu und auf deine Art und Weise erleben. Auch wenn ich in meinem Beitrag 7 Fotospots in Hamnøy gezeigt habe, so fühle dich eingeladen, deine eigenen Motive zu entdecken. Die Gegend ist voller und auch völlig legaler Möglichkeiten, weit mehr, als man in einem Blogbeitrag vorstellen kann.
Nimm dir dafür Zeit, lass dich treiben, lass deine Augen umherschweifen. Besuche die gleichen Stellen ruhig mehrmals und zu verschiedenen Tageszeiten und löse dich von all den Dingen, die man unbedingt gesehen haben muss. Du wirst entdecken, was dir in dem Moment am meisten gefällt. Vielleicht wird es nicht das berühmteste Foto, vielleicht schafft es dein Foto nicht auf das Titelbild eines Reiseführers – dafür wird es jedoch die unvergessliche Geschichte deiner Reise erzählen und dabei wünsche ich dir von Herzen ganz viel Freude.
Wenn du Fragen hast, schreib mir gern einen Kommentar. Ich freue mich auch über Tipps, Ergänzungen und deinen Blick auf Hamnøy!
Autorin: Sandra Hintringer
Und hier kannst du gern auch in meinen Videos zu Norwegen stöbern.