Tripp Tipp

Buchenwald Grumsin – Wandern im Weltnaturerbe

Lesedauer 9 Minuten

Unfassbar hohe Buchen, Blätterrascheln unter den Füßen. Es ist eines dieser goldgelben Oktoberwochenenden. Das wollen wir nutzen, denn wandern in heimischen Gefilden wird immer populärer. Natürlich könnte ich die Gegend nahe Angermünde glorifizieren, genau wie es viele Wanderbroschüren oder Netzbeiträge tun. Doch was des einen Freud ist schnell eines anderen Leid. Und deshalb nehmen wir Dich in diesem Beitrag mit auf einen ehrlich verfassten und ungeschönten Ausflug – mitten hinein in den Buchenwald Grumsin, UNESCO-Weltnaturerbe seit 2011. Der kleine Ausgangsort Altkünkendorf nahe Angermünde ist wirklich süß, dorfpolitisch leider zerrüttet und hat uns damit nachdenklich hinterlassen. Hol´ Dir ein Getränk – denn wie immer fange ich ganz vorne an.

Wanderparkplatz Altkünkendorf Buchenwald Grumsin

Die Vorfreude auf den gefärbten Buchenwald begleitet uns während der ganzen Fahrt. Wie wird es wohl sein? Alle schwärmen immer so sehr von diesem Wandergebiet. Für uns ist es die erste Tour im Buchenwald Grumsin und schon längst wollten wir mal dagewesen sein. Von Potsdam aus kommend, fahren wir 1,5 Stunden mit dem Auto Richtung Nordosten und erreichen das den Buchenwald beinhaltende Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Das ist eine von weltweit 701 UNESCO-Modellregionen, in denen es mittels spezieller Programme darum geht, Kulturlandschaften zu schützen. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto unkomfortabler, desto schmaler wird die kleine Landstraße. Wir finden das Holpern gut, feiern erste goldgelbe Buchen am Straßenrand und erstarren für einen kurzen Moment. An einem der ersten Häuser hängt ein riesiges Transparent am Zaun. Das heißt ja meistens, das jemand nicht zufrieden ist – mit dem, was da ist.

Links und rechts von der Straße treffen wir nun auf Wanderer. Ziemlich viele. Manche laufen hin, andere her und schon beginnt sich eine Blechkarosse an die nächste zu reihen. Das ist noch vorm Ortseingang Altkünkendorf. Naiv wie wir sind, steuern wir zuversichtlich den ausgewiesenen Wanderparkplatz P1 an. Dieser liegt nahe der hübschen Kirche sowie schräg gegenüber vom Informationspunkt UNESCO-Weltnaturerbe Grumsin – also der Touristinformation.

Buchenwald Grumsin / Infopunkt Altkünkendorf
Infopunkt Buchenwald Grumsin / Altkünkendorf

Tja, äh – also 10 Parkplätze sind wirklich eine gute Idee, aber leider weit weg vom mittlerweile hier herrschenden Touristenandrang. Der Parkplatz ist hoffnungslos überfüllt. Wir kreisen eine kleine Runde durch den Ort und sehen, wie viele Rasenflächen vor den Grundstücken der Einwohner zugeparkt sind. Oh mein Gott, das fühlt sich alles leider gar nicht gut an.

Nun sind wir aber nun mal hier und wollen eigentlich auch nicht ungewandert zurückfahren. Was tun? Genau wie alle anderen Touristen einen suboffiziellen Parkplatz suchen… Will man jetzt hier eigentlich Touristen? Oder doch lieber nicht?

Warum ist es zum Beispiel in 10 Jahren nicht gelungen, den Ort einfach dicht zu machen und die Autos auf einem vor dem Ort liegenden etwas größeren Parkplatz zu sammeln? Kostenpflichtig natürlich – das käme der Gemeinde zu Gute. Lieber zockt man die Touris mit Bußgeldern ab – das macht immer schlechte Stimmung.

Wandertouren im Buchenwald Grumsin

Na wie auch immer. Wir starten direkt los. Lassen uns erst mal nicht mehr vom Trubel beirren, freuen uns als erstes über die wunderschöne Feldsteinkirche. 2019 wurde hier der sanierte Kirchturm mit einer auch für Besucher geöffneten Aussichtsplattform eröffnet. Da aber verständlicherweise die Anwohner nicht in ihren Gärten fotografiert werden wollen, gibt es auch hier Gegenwehr aus dem Ort, sowie ein Fotografieverbot auf dem Aussichtsturm. Wie die derzeitige Aufstiegsmöglichkeit ist, darüber konnte ich leider nichts finden. Aber nun zurück zur Wandertour:

Dorfkirche Altkünkendorf
Feldsteinkirche Altkünkendorf

Grundsätzlich kannst Du im Buchenwald Grumsin zwischen mittlerweile 4 sehr gut beschilderten Touren wählen. Ich mag das ja immer, wenn der Name Programm ist – hier wandert man natürlich am gefärbten Buchenblatt entlang. Gelb, orange, rot oder dem blauen G, was für Grumsiner Genußwandertour steht.

Wir entscheiden uns für die orangefarbene Tour – „Die Wanderung mit dem Urwaldpfad“. Direkt an der Altkünkendorfer Straße, also unweit der Kirche findet sich ein wunderbarer Wegweiser. Wander- und Radtouren sind excellent beschildert, die für Radfahrer zur Orientierung dienende knotenpunktbezogene Wegweisung ist an den roten Ziffern zu erkennen.

Wegweiser Buchenwald Grumsin
Wegweiser Buchenwald Grumsin

Mit einem recht guten Rundumblick auf die umliegenden Felder und damit die Endmoränenlandschaft, absolvieren wir den ersten knappen Kilometer auf der Altkünkendorfer Straße.

…und finden kurze Zeit später links den Einstieg in den Buchenwald. Hier gibt es nochmals einen super Wegweiser sowie eine Übersichtskarte und dann steigt der Weg ein wenig an.

Was hat es mit dem Buchenwald auf sich?

Links eröffnet sich nun endlich, weshalb wir hier sind. Der mächtige Buchenwald. Zusammen mit vier anderen deutschen Wäldern wurde dem Grumsin, genau wie dem Hainich in Thüringen, dem Kellerwald in Hessen und die Wälder von Serrahn und Jasmund in Mecklenburg-Vorpommern, das Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ zugesprochen. Das ist ansich erst mal eine wahnsinnig tolle Angelegenheit.

Und nun laufen und staunen wir erst Mal ein wenig:

Buchenwald Grumsin
Buchenwald Grumsin

Hätte der Mensch nicht mittels Rodung in die Natur eingegriffen, so wäre Deutschland heute zu zwei Dritteln mit Buchenwald bedeckt. Hier im Grumsin hat man die Bewirtschaftung in der Kernzone, welche als Schutzzone I deklariert ist, eingestellt und überlässt die Natur wieder komplett sich selbst. Der reine Wildwuchs. Diese Kernzone darf nicht betreten werden. Unser oranges Blatt führt uns zu einem kleinen Teil am Rand dieser Zone entlang.

Wir bewegen uns im eiszeitlich geprägten Gelände und genau das ist es, was diese Wanderung neben der Tatsache des Buchenbestandes wirklich interessant macht. Wasser wechselt sich mit Wald ab. Schon nach wenigen Minuten stehen wir an einem unerwartet idyllischem Natursee. Dem Buckowsee.

Buckow-See bei Altkünkendorf
Buckow-See bei Altkünkendorf

Impressionen aus dem Buchenwald Grumsin

Wir verweilen kurz am Buckow-See, beobachten das Farbspiel der Blätter und freuen uns über die Wärme der Herbstsonne, um dann die Wanderung im stark beschatteten Wald fortzusetzen.

Zugegeben und das widerspigelt auch die eine oder andere google-Bewertung: Man schwankt in diesem Wald immer zwischen der Haltung, es total toll, märchenhaft oder mystisch zu finden und dann doch wieder recht gewöhnlich. Die geologischen Faszinationen, also die Seen, Sümpfe, Moore – all die Zeichnungen der Endmoräne zu entdecken, ist ein Prozess, für den man sich aktiv entscheiden muss.

Was mich kurze Zeit später wirklich fasziniert hat – war die unglaubliche Höhe dieser Bäume. Und um die Relation deutlich zu machen, hat sich Marcus gern mal mit auf´s Bild gestellt:

Giganten in Grumsin

Und auch dieses kleine, wildromantische Moor hatte es uns angetan – der Waldgeist könnte sein Wohnzimmer ruhig mal ein wenig aufräumen:

Moor im Buchenwald Grumsin
Moor im Buchenwald Grumsin

Schneller als wir gucken können, nähern wir uns, mit einem letzten Blick in die Kernzone, nun leider und unerwartet dem Waldrand.

Am Rand der Kernzone Buchenwald Grumsin
Am Rand der Kernzone Buchenwald Grumsin

Der weitere Verlauf der Wandertour

Entlang eines Feldtrampelpfades geht es nun in Richtung des wirklich klitzekleinen Örtchens Louisenhof. Hier besteht die Möglichkeit der Einkehr und rein theoretisch ist das auch ein guter Platz, um alternativ mit der Tour zu starten.

Wir sind ein wenig enttäuscht, dass die Tour nun nicht mehr im Buchenwald entlangführt, dennoch ist es ein schöner, gut gehbarer Weg.

Wenig später treffen wir auf die Landstraße, welche in östlicher Richtung nach Angermünde führt. Genau von dort fährt der sogenannte WelterbeBus Richtung Altkünkendorf. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kann ich Dir für dieses Wandergebiet einfach nur dringend empfehlen.

Hier an der Haltestelle Louisenhof könntest Du also bereits aussteigen und in den orangefarbenen Wanderweg einsteigen. Dieser führt uns nun in westliche Richtung ein paar hunder Meter auf der Landtraße entlang um dann gleich rechts wieder in den Wald einzubiegen. Na Gott sei Dank. Landstraße mag ich eigentlich gar nicht.

…und ab in den Buchenwald

Dafür freue ich mich nun umso mehr, dass es nochmals um die Buchen geht – hier ein Foto vom Weg und der absoluten Sicherheit einer fantastischen Beschilderung. Das orangene Buchenblatt wandert zusammen mit dem blauen G.

Wanderweg Buchenwald Grumsin

Der Baumbestand scheint nun noch dichter. Wir befinden uns in der sogenannten Pflegezone oder auch Schutzzone II. Die Wälder sind zumeist in Privatbesitz und können forstwirtschaftlich genutzt werden. Desweiteren gibt es hier zum Schutz der Wälder ab und an eine Jagd. Zu DDR-Zeiten war der Buchenwald Grumsin Sonderjagdgebiet von Staatssicherheitsminister Erich Mielke.

Hier wird es jetzt nochmal so richtig wild und urig:

Totholz im Grumsin
Totholz im Grumsin

Zwei Wanderer laufen nun im gleichen Tempo wie wir. Soll das ein Zufall sein – oder bleibt eben unser menschliches Auge immer an den gleichen Sachen hängen? Wir alle bleiben zum Fotografieren an den gleichen Stellen stehen – zum Beispiel hier, wo die kleinen Pilze den Baumstamm erobern:

Pilze im Grumsin

Oder hier, wo sich ein wunderschöner Findling mit frischem Grün im Bild findet:

Findling im Grumsin

Hocke, Knie auf den Boden, Arme weit hochstrecken oder am Besten noch hinlegen. Es gibt unzählige Fotomotive. Die Wanderung macht wirklich Spaß, auch dann, wenn wir nun schon wieder den Buchenwald verlassen müssen. Ein letzter Eindruck:

Laubfärbung Buchenwald Grumsin

Zurück am Ufer vom Wolletzsee

Am Ufer des Wolletzsees geht es zurück Richtung Altkünkendorf. So allmählich zieht die Sonne und damit die Temperaturen runter. Egal… wir klettern noch ein wenig am Ufer entlang – wie immer auf der Suche nach dem schönsten Blick, dem fotogensten Böötchen. Und übrigens – die zwei Wanderer auch immer noch mit uns mit – oder wir mit ihnen?

Und was war da jetzt mit Protest und Ungeschöntheit?

Wir nähern uns allmählich dem anderen Ortseingang von Altkünkendorf. Noch sieht das sehr einladend aus und nach der Tour sind wir auch recht entspannt…

Doch schon drängen sich die Plakate auf, welche wir an vielen Zäunen hängen haben sehen. Uns beschleicht ein ganz merkwürdiges Gefühl. Diese Plakate signalisieren uns: Wir wollen euch Touristen nicht. In fetten Buchstaben steht dort geschrieben:

10 Jahre Trauerspiel sind genug

Und darunter eine Webseite: www.wirsindgrumsin.de

Tja und man steckt nie drin in solch´ einem Ortsgeklüngel. Auf jeden Fall beleuchtet diese Webseite eine andere Seite des Grumsin, vielleicht die Kehrseite der Medaille des Weltnaturerbes. Sie zeigt das Erleben der Waldbesitzer über deren Kopf Entscheidungen getroffen werden. Sie zeigt die Ohnmacht und sie zeigt, was touristische Werbung für Auswirkungen haben kann.

Da wird weiterhin darüber diskutiert, ob das Schützen von Monokulturen klimatechnisch überhaupt noch Sinn macht. Da wird darüber gesprochen – dass der herkömmliche Tourist die Pufferzone nicht mal von der Kernzone unterscheiden kann.

Da erfahre ich, dass der Welterbe-Infopunkt einst das Dorfgemeinschaftshaus darstellte. Da wo sich früher die Jugend traf, werden nun die Touren vermarktet. Und natürlich wird auf der Seite auch das Parkproblem und der Übertourismus angesprochen.

Und ich bin froh, dass auf den unfreundlichen Transparenten diese Webseite verzeichnet stand, denn sie gibt mir Einblick und ein paar Erklärungen. Sie will aufklären. Zum Beispiel über die Verletzlichkeit der Natur und die Verantwortung von jedem Einzelnen. Eigentlich müsste man es wissen.

Und analog zum Domain-Name „WirsindGrumsin“ – gibt es auch eine Rubrik „Du bist Grumsin“. Diese Rubrik beinhaltet den Grumsin-Knigge. Einfache Verhaltensweisen um den Wald wirklich zu schützen.

Und hier mal zwei Fotos von den Plakaten im Ort – sie titeln:

  • Keine weiteren Parkplätze
  • Schutz statt Kommerz
  • 10 Jahre Trauerspiel sind genug
  • WeltnaturERBLAST

Fazit:

Der Buchenwald ist wunderschön und auf alle Fälle eine Reise wert. Ja – leider ist es auch immer eine moralische Frage, ob man als Blogger über eine Region berichtet oder eben nicht.

Das Nicht-Berichten wird aber kaum den Übertourismus, wie er im Moment im Grumsin stattfindet, vermeiden. Mein Bericht soll einmal mehr verdeutlichen, dass wir wertschätzend reisen sollten.

Für den Buchenwald Grumsin könnte das bedeuten:

  • reise mit Bus, Bahn oder Fahrrad an – nutze den WelterbeBus ab Angermünde
  • verweile länger als ein paar Stunden und unterstütze lokale Anbieter (Übernachtung, Verpflegung, Einkehr, Souveniers)
  • bewege Dich achtsam durch den Wald (hinterlasse in keinster Weise Müll, reiße nix raus, sammle keine Pilze, nicht lärmen)
  • denke nicht mal im Ansatz daran, die Kernzone eigenständig zu betreten

Vielen Dank, dass Du auch heute virtuell mit mir gereist bist!

PS: Warst Du schon einmal im Buchenwald Grumsin? Wie hat es Dir gefallen? Was wäre Dir wichtig zu erwähnen? Dann schreib´ mir doch gern einen Kommentar.

 

Vielen Dank an Marcus von www.fotokahl.de – er hat die wunderschönen Bilder vom Headerfoto – also vom eingehenden Beitragsfoto bereitgestellt.

 

Impressionen von anderen Bloggern findest Du hier:

 

 

Autorin: Sandra Hintringer

 

 

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  • Interessanter Beitrag. Wir waren im Sommer 2020 im Grumsin, haben dieselbe Route gemacht. Da gab es diese Protest-Schilder noch nicht. Es war auch nicht übermäßig viel los dort. Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich das ändern kann. Ist es vielleicht auch Corona geschuldet, dass es dort derzeit so voll ist? Bei uns im heimischen Wald ist es auch nicht anders: Viiiiel mehr Leute als früher kommen hierher, vor allem als die Geschäfte geschlossen waren und sie Alternativen zu Ausflügen in die Stadt suchten …

    Antworten
    • Hallo Sabine, ah – das ist ja ein toller Zufall, dass Ihr genau die Route gelaufen seid. Nun weiß ich nicht, wie es im Sommer ist – wir waren explizit an einem der Wochenenden, wo alle wegen der sagenhaften Buchenwaldlaubfärbung einreiten. Da ist es natürlich noch voller. Die Nähe zu Berlin in Kombination mit Corona hat die Probleme vor Ort mit großer Sicherheit potenziert.

      Antworten
  • Liebe Sandra, wir können das unterschreiben, was auch Sabine schon angesprochen hat, allerdings waren wir im Juni 2021 da. Wir haben da ein totes Dorf erlebt, ohne Protestschilder, selbst die Touristeninformation war dicht. Im Wald waren wir alleine unterwegs. Mir scheint, als war es der zweite Coronasommer, der der Atmosphäre vor Ort nicht gut getan hat, verbunden dann nochmal mit einem Massenansturm zum Indian Summer. Sehr spannend. Danke dir, wird gleich gepinnt, viele Grüße von Gabi und Michael

    Antworten
    • Hallo Gabi,

      ja, ich denke auch, dass die Fülle der Touristen ein Produkt aus den beiden von Dir genannten Gründen ist. (2. Coronasommer und leuchtende Herbstfärbung bei blauem Himmel) – aber eben auch eine gesteigerte Berichterstattung. Die Unzufriedenheit einiger Dorfbewohner gestaltet sich mit Sicherheit nochmal aus anderen Gründen. Das gibt ja die von den Plakaten entnommene Webseite sehr gut her.

      Lg Sandra

      Antworten
  • Das ist ja ein Ding, dass es dort jetzt so überlaufen ist, dass die Anwohner sogar schon dagegen protestieren. Als ich im Grumsin war (2015), stand unser Auto ganz allein auf dem Wanderparkplatz und wir haben auf dem ganzen Weg keinen Menschen getroffen. Ich kann mir ehrlich gesagt auch vorstellen, dass der Protest mit der Entwicklung nach Corona zu tun hat. Wir sind in der Gegend von Brandenburg auch schon angefeindet worden, dass wir in Berlin bleiben sollen (und ich trample weder quer durch den Unesco-geschützten Wald noch lasse ich meinen Müll irgendwo liegen).
    Liebe Grüße
    Angela

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    • Na gut – 2015 ist ja wirklich ein paar Jährchen her – aber umso besser auch von Dir zu hören, wie die Situation damals war. Das zeigt den dramatischen Touristenansturm noch deutlicher. Anfeindungen dirkekter Art haben wir Gott sei Dank noch nie erlebt – und ja, Verallgemeneinerungen wie Du sie mit dem Müll (schmeißt einer Müll hin – dann werden automatisch alle Touristen beschimpft) beschreibst, finde ich grundlegend und ganz unabhängig vom Thema sowieso unsachlich.

      Ich würde sagen – 2015 hattet Ihr noch richtig Glück, das Welterbe so jungfräulich zu erleben.

      Lg Sandra

      Antworten
  • Liebe Sandra,

    Dein ungeschönter Bericht hat mir super gefallen. Danke fürs Ansprechen eines schwierigen Themas (Overtourism) und für deine Klarheit.
    Bis jetzt war ich im Grumsin immer nur im Frühjahr, wenn das erste frische Grün kommt. Das finde ich auch schön. Jetzt möchte ich aber doch im Herbst mal hin 😉
    Viele Grüße Marike

    Antworten
    • Hallo Marike,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Und ja – ich denke der Herbst ist einfach noch mal ganz besonders, kann ich gut verstehen, dass Du da nochmal hinwillst.

      Lg Sandra

      Antworten

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