Tripp Tipp

Wanderung Preikestolen – zwischen Naturschauspiel und Touristenwahnsinn

Preikestolen mit Lysefjord Mensch auf Aussichtsplattform
Lesedauer 11 Minuten

Norwegen ist ein Land voller Sehnsüchte und Highlights. Den meisten fällt es ob der unendlichen Möglichkeiten schwer, sich vor der Reise für bestimmte Wegmarken zu entscheiden. Die Wanderung Preikestolen in der Region Rogaland / Fjordnorwegen steht jedoch bei fast allen auf dem Reiseplan. Einmal auf der berühmten Felskanzel stehen, einmal von oben auf den Lysefjord schauen und ja, leider muss man das mittlerweile so fair sagen: Einmal mit den Lemmingen wohl einen der berühmtesten Wanderwege Norwegens hochwatscheln.

Wie immer erfährst du hier bei mir ungeschönt alles was du wissen musst, damit deine Wanderung Preikestolen trotz der Touristenmassen gelingt. Wir sind die Tour ganz begeistert gelaufen und so geht es im Beitrag zum Beispiel darum, wo du am besten parkst, wie du die Menschenmassen umgehst und was Leute mit Höhenangst helfen kann, um die Tour zu genießen. Vor allem aber möchte ich eine Menge meiner Eindrücke dieser Wanderung auf den Preikestolen teilen. Aber nun los, Wanderschuhe geschnürt und auf zum Startpunkt der Wanderung.

Anfahrt, Parken und Tourstart – Wanderung Preikestolen

Der Preikestolen oder auch Predigtstuhl ist eine 604 Meter hohe und sehr berühmte Felskanzel hoch über dem Lysefjord in Norwegen. Man vermutet, dass diese Kanzel vor 10.000 Jahren durch Abschmelzen des Inlandeises und damit durch Frostsprengung entstanden ist.

In Erwartung dieses grenzgenialen Naturschauspieles, rauschen wir, ohne es bewusst wahrzunehmen, durch den längsten und tiefsten Unterwasser-Straßentunnel der Welt. Er heißt Ryfylketunnel und führt die Nationalstraße Nr. 13 bei Stavanger auf 14,3 Kilometer unter einem Fjord durch. Es geht bis in die wahnsinnige Tiefe von 292 Meter unter dem Meer – das allein ist so spektakulär, dass es für einen Beitrag reichen würde.

Das Auto zieht und zerrt, selbst der dritte Gang kann dem Gefälle kaum vernünftig was entgegen setzen. Umso besser, dann sind wir schneller am Preikestolen. Aber Vorsicht – vor allem in den Tunneln von Norwegen gibt es intelligente Blitzer, die deine Geschwindigkeit innerhalb einer bestimmten Strecke ermitteln.

Auf der Straße Preikestolvegen angekommen, finden wir unkompliziert die Ausschilderung zu den 2 Hauptparkplätzen. Das ist einmal der Preikestolen Lower Parking P1. Hier befindet sich auch das Preikestolen Base Camp und zum anderen der Preikestolen Upper Parking P2. Dieser befindet sich etwas unterhalb an der Straße und hier haben wir geparkt. Nicht weil wir das unbedingt wollten, sondern weil der andere voll und damit die Weiterfahrt gesperrt war.

Parkplatz am Preikestolen
Parkplatz am Preikestolen

Insgesamt stehen wohl 1000 Parkplätze zur Verfügung. Die Einfahrt ist zwischen 6.00 und 24.00 Uhr möglich. Übernachten im Wohnmobil ist auf den Parkplätzen am Preikestolen nicht erlaubt. Das Tagesticket kostet schlappe 250 NOK, also umgerechnet circa 25 Euro. (Stand Mai 2022) Bezalt haben wir bei Ausfahrt mit Kreditkarte.

Die Parkplätze werden von der Non-Profit Stiftung Preikestolen bewirtschaftet. Das Geld fließt zu 100% in den Erhalt der Wanderwege sowie in die Pflege und Bewirtschaftung der Parkplätze.

Direkt am Wanderparkplatz stehen Toiletten und auch eine Informationstafel zur Verfügung. Der Weg ist unverlaufbar mit einem rotem T ausgeschildert – das ist ein Vorteil von diesen stark frequentierten Wanderwegen.

Infotafel am Parkplatz vom Preikestolen
Informationstafel zur Wanderung Preikestolen

Wanderung Preikestolen – warum ist diese Tour so populär?

Sicherlich hat das Verteilen von ausdrucksstarken Bildern in den Medien auch der Wanderung Preikestolen dazu verholfen, dass sich mittlerweile Massen von Menschen auf den Weg nach oben begeben. Die Menschen lieben einfach alles, was zumindest in Teilen ein wenig abstrakt erscheint.

Aber auch ohne Social Media wird schnell klar, dass es sich um eine der schönsten Ausichten handelt, die man erleben kann.

Fotoverrückte campen auf dem Berg und warten morgens auf den Sonnenaufgang – wo ist das schon erlaubt. Norwegen macht´s möglich.

Der Preikestolen besticht vor allem durch diese in ihrer Höhe kaum greifbare und fast aalglatte Felswand, welche unmittelbar in den Lysefjord übergeht. Hier in dieser Szenerie verschwimmt einfach jegliches Gefühl für Weite, Höhe oder jede andere Dimension. So richtig bewusst wird einem das, wenn weit unten im Fjord ein puppenstubenkleines Ausflugsschiff erscheint.

Dimension am Preikestolen Schiff im Lysefjord
kleines Schiff im Lysefjord am Preikestolen

Tourdauer – Wie lange läuft man zum Preikestolen?

Zu allem oben genannten, wollen sich viele Wanderer der Herausforderung von 500 zu wandernden Höhenmetern stellen. Für diese Wanderung veranschlagen die Verantwortlichen 2 Stunden hoch und auch 2 wieder runter. Der gesamte Wanderung ist 8 Kilometer lang. Mit etwas Aufenthalt sollte man für diese Tour etwa 5 Stunden einplanen. Wir würden uns selbst als durchschnittliche Wanderer aus Flachlandtirol bezeichnen – für die Strecke nach oben haben wir 1,5 Stunden benötigt.

Impressionen Wanderung Preikestolen – der Weg

Und dann geht es endlich los. Gleich zu Beginn der Wanderung fällt uns auf, dass der Wanderweg excellent aus Felsblöcken und Steinen gestaltet ist. Hier wie auch an anderen Wanderwegen in Norwegen sollen sogar nepalesische Sherpas an der Weggestaltung beteiligt gewesen sein. (Quelle: Lysfjorden.com) Leider wurden diese Natursteine wohl trotzdem einigen zum Verhängnis.

Kaum das wir gestartet sind, sehen wir wie eine junge Frau von ein paar Männern vom Berg getragen wird. Der Weg ist uneben, steinig und Trittsicherheit damit unsere höchste Währung auf dieser Wanderung Preikestolen.

Die Tour ist fantastisch abwechslungsreich. Sie führt zunächst durch den Wald, lässt uns die ersten Anstiege über besagte Felssteine meistern. Und ja – wir sind nicht die Einzigen.

Menschen beim Aufstieg auf den Preikestolen
viele Menschen meistern den Aufstieg auf den Preikestolen

Das Hochmoor Krokebekkmyra

Nach etwa 1,5 Kilometer befinden wir uns auf einer Höhe von circa 400 Metern. Nun führt der Weg über einen richtig komfortablen Holzbohlensteg. Das lässt unserem Puls eine angenehme Pause und mit diesem Steg geht es schon gleich über eine süße kleine Brücke.

Wir sind in der Hochmoorlandschaft Krokebekkmyra. Der Weg ist teilweise von kleinen Birkenbäumchen gesäumt. Einer der Stämme wurde sogar beim Bau des Bohlensteges eingeschlossen. Hier und da gibt es paar Moorpfützen – nicht nur um trockene Füße zu behalten, ist es auf jeden Fall ratsam, hier auf dem Weg zu bleiben.

Hochmoor am Preikestolen
Holzbohlensteg durch das Hochmoor am Preikestolen

Irgendwann ist die Gemütlichkeit des Steges natürlich wieder vorbei und es starten diese hundsgemeinen Stufen, welche in keinerlei DIN-Norm passen. Eine regelrechte Felsrinne führt steil nach oben. Streckenweise müssen kniehohe Stufen bewältigt werden. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen aber es macht Spaß.

Und wie eingehend erwähnt – es sind gefühlt tausende Menschen unterwegs. Die Menschen laufen teilweise wie in einer Perlenkette. Einer hinter dem anderen.

Lieber Preikestolen – nur weil du so unfassbar berühmt bist, haben wir diesen Touristenschabernack mitgemacht.

Wir sind leicht antizyklisch am frühen Nachmittag gestartet, das bedeutet, das uns sehr viele, teils schon recht ermüdete Menschen förmlich entgegenplumsen. Warum entgegenplumsen? Weil ihnen die Beinkraft fehlt – das eigene Körpergewicht auf diesem steilen Weg abzubremsen. Ein Wanderer hätte mich aufgrund solch´ einer Schwäche fast umgestoßen.

Ehrlich gesagt hat mich das ein wenig schockiert, in welchen Verfassungen sich manche auf diesen Weg begeben. Gefühlt könnte man sagen, hier krückt alles hoch, was 2 oder 4 Beine hat. Ob das immer so gut ist – wage ich zu bezweifeln.

Doch nicht nur das – diese hohen Stufen lassen mich auch in die eine oder andere von oben kommende hechelnde Hundeschnauze schauen. Auf dem schmalen Weg ohne Ausweichmöglichkeit nicht immer ein Vergnügen.

Der kleine Badesee Tjødnane

Nichtsdestotrotz und ganz unabhängig von der Popularität der Felskanzel, ist das ein irre schöner Wanderweg. Nach etwa 2,5 Kilometern passieren wir den kleinen Badesee Tjødnane. Wir waren im Mai unterwegs und auch wenn sich ordentlich Feuchtigkeit in den Achseln staut, es hat sich keiner reingetraut.

Badesee Tjødnane am Preikestolen
kleiner Badesee Tjødnane am Preikestolen

Von hier aus ist es nun wirklich nicht mehr weit und es beginnt der bestimmt aufregendste Teil der Strecke. Es geht über zwei in die Felswand gebaute Minibrücken und wir erreichen nochmal eine recht weite und weiterhin ansteigende Felsfläche. Hier muss so etwas wie eine Temperaturscheide sein. Der Wind weht stärker und plötzlich kramen viele nach ihren Klamotten. Alle die von oben runterkommen, sind deutlich wärmer angezogen als wir.

Für Höhengeplagte könnten diese kleinen Brücken die erste echte Herausforderung werden – ich persönlich fand sie gut und sicher zu gehen.

kleine Holzbrücken auf dem Wanderweg Preikestolen
unterwegs auf den kleinen Brücken – Preikestolen / Foto: Marcus Kahl / www.fotokahl.de

Der erste Blick auf den Lysefjord und der Nervenkitzel beginnt

Das Gefühl, als ich zum ersten Mal diesen sagenhaften Fjord unterhalb des Preikestolen entdecke ist wirklich schwer zu beschreiben. Norwegens Natur bewegt sich in einer Art Superlativ, die ich mit nichts zu vergleichen weiß. Restlos beeindruckend.

Und gleichzeitig beginnt nun der Teil der Strecke, der die meiste Aufmerksamkeit erfordert. Eine vielleicht etwas unangenehme Engstelle muss passiert werden. Rechts ist der Fels und links geht es steil bergab. In meiner dunklen Erinnerung waren es circa 2 Meter – eine Nachfrage in einer Facebook-Norwegengruppe bestätigt dies. Wenn man sich schön brav rechts am Fels orientiert, ist es ohne Probleme gehbar.

Engstelle auf der Wanderung zum Preikestolen Person läuft am Felsrand
Engstelle auf dem Weg zum Preikestolen

Ab hier sind wir nun unweigerlich mit der gefährlichen und unabgesicherten Höhe konfrontiert. Wie eigentlich fast überall in Norwegen existieren keinerlei Absperrungen. Mein Gefühlserleben wechselt nun ständig zwischen Staunen und doch ein bisschen fürchten. Letztendlich gewinnt das Staunen denn das Felsplateau des Preikestolen taucht endlich im Sichtfeld auf.

Predigtstuhl Preikestolen und Lysefjord Norwegen
Da ist er – der Preikestolen

Das Felsplateau Preikestolen

Ich würde glatt unterschreiben, dass die Aussicht vom Preikestolen eine der schönsten war, die ich je erlebt habe. Mit ordentlich Respekt nähere ich mich nun dem Felsplateau. Schon von der Ferne kann man viele Menschen auf der Fläche sehen. Wie an allen etablierten Instagram-Spots steht auch hier eine kleine Warteschlange. Heutzutage steht man für ein Foto von diesen Plätzen ganz natürlicherweise an.

Einer nach dem anderen läuft an die Spitze des Felsplateaus. Und natürlich steht zuerst Marcus und später auch ich in dieser Schlange. Ich muss gestehen – es war ein urkomisches Gefühl, als er nach vorne läuft. Ich habe einfach nur gehofft, dass er irgendwann stehenbleibt. Was er natürlich auch etwa 2-3 Meter vom Rand getan hat. Was auf Touristenfotos also leicht subsuizidal wirkt, hat in Wirklichkeit noch einige Meter Platz bis zur Kante.

Das Plateau ist mit seinen 25 x 25 Metern ziemlich groß. Das sind in Summe 625 Quadratmeter – das reicht vielen Menschen in Deutschland zum Bau eines stattlichen Einfamilienhauses oder um noch einen anderen Vergleich zu bringen: Auf dem Preikestolen könnte man knapp 17 Boxringe aufstellen. Das ist doch eine Menge Fläche und wenn man einmal drauf steht, relativiert sich das seltsame Gefühl, dass man da sowieso runterfallen müsste.

Was für die meisten also ein aufregendes Urlaubserlebnis ist – ist für andere der reinste Horror.

Übersichtsbild Preikestolen
Blick von oben auf die Plattform vom Preikestolen – Foto: Marcus Kahl / www.fotokahl.de

Tipps – Höhenangst auf dem Preikestolen

Allein die Höhe ist das Eine. Auf der Wanderung Preikestolen wird es einige Situationen geben, die dich in deiner Höhenangst triggern. Natürlich ist dieser Fels ein gefährlicher Selfie-Spot. Wie du es ahnen wirst, gibt es immer wieder, zumindest in meinen Augen, völlig verrückte Touristen, die für ein Foto ihr  Leben auf´s Spiel setzen.

Ich kann dir nur den Tipp geben – falls du so etwas entdeckst, schau´ einfach nicht hin und erspare dir, dass dir dein Herz in die Hose rutscht.

Zum Beispiel setzen oder legen sich viele Touristen an den Rand des Preikestolen. Ob das nun der ultimative Kick ist, weiß ich nicht. Ich find´s einfach nur dusselig.

Frau sitzt am Rand vom Preikestolen
Wahnsinn Nummer 1 – junge Frau sitzt am Rand vom Preikestolen und baumelt fröhlich mit den Beinen

Ein anderer machte ganz auf entspannt, indem er sich auf den Rand dieser Aussichtsplattform legte. Klar – ist ja sonst nirgends Platz. Zufälligerweise hast Marcus das gut einfangen können, da ich in der Nähe rumspaziert bin. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass er fotografiert hat.

Mann liegt am Rand vom Preikestolen andere genießen die Aussicht
Wahnsinn Nr. 2 – Mann liegt am Rand vom Preikestolen / Foto: Marcus Kahl / www.fotokahl.de

Ansonsten muss ich sagen, gibt es wenige Stellen auf der Tour, die dich ernshaft plagen können. Im Text habe ich ja schon einige samt Foto bechrieben – sicherheitshalber zähle ich sie hier nochmal auf:

  • die zwei kleinen Brücken, samt ein paar Treppenstufen
  • die Engstelle kurz vor Erreichen der Plattform
  • allgemein die letzten paar hundert Meter der Tour – hier führt der eigentlich breite Weg dennoch am Abgrund entlang. Sofern du dich immer an der Felswand hältst, hast du zumindest immer was zum Festhalten. Viele Höhengeplagte beschreiben den Weg als machbar.
  • die Plattform selber
  • die kleine Plattform gegenüber des eigentlichen Preikestolen-Plattform. Hier stehen die Fotografen, um eben die tollen Erinnerungsfotos zu schießen. Diese Stelle war mindestens genauso aufregend, wie der „Fotopoint“
  • eventuell könnten steilere Wegpassagen mit Blick nach unten herausfordernd werden – versuche dich auch hier, sofern nicht so viele entgegen kommen – am Fels zu orientieren.
kleiner Fels gegenüber vom Preikestolen
kleiner Fels gegenüber vom Preikestolen

Der Abstieg vom Preikestolen

Wir haben bestimmt 45 – 60 Minuten da oben verbracht, doch dann zieht es uns allmählich wieder vom Berg. Mittlerweile ist es kurz vor 18.00 Uhr und der Besucherstrom hat sich deutlich ausgedünnt. Wir können ziemlich entspannt runterlaufen – keine Lemminge mehr. So bleibt nun Zeit, die Strecke noch mehr zu genießen.

Falls du mal hier bist, ist es sicherlich von Vorteil den Aufstieg entweder für sehr früh morgens oder abends zu planen, dann gehst du dem Rummel aus dem Weg.

Der Abstieg ist insofern nochmal herausfordernd, dass wir uns sehr darauf konzentrieren, unsere Füße stabil auf die unzähligen Steine aufzusetzen.

Abstieg vom Preikestolen
steiniger Abstieg vom Preikestolen

Fazit – Wie schwer ist die Tour auf den Preikestolen?

Nunja – für uns war es eine sehr schöne Wanderung, die uns etwas ins Schwitzen gebracht hat. Aufgrund der aus Steinen gelegten „Autobahn“ empfanden wir die Wanderung eher leicht bis ein klein wenig herausfordernd. Der Tourismusverband von Norwegen stuft diese Wanderung als mittelschwer ein. Realistisch betrachtet ist diese Tour aufgrund der Höhenmeter für viele jedoch eine echte Hausnummer.

Wir haben einige Menschen gesehen, die deutliche Zeichen von Überforderung gezeigt haben (total erschöpft, falsch gekleidet, falsches Schuhwerk, mangelnde Koordination vor allem bergab oder Ängstlichkeit aufgrund der Steilheit). Die Tour ist nicht zu unterschätzen und wer sich nicht wohlfühlt, sollte sich nicht scheuen und einfach umdrehen. Das ist kein Weltuntergang.

Ganz unabhängig davon, wie schwer oder leicht du die Wanderung am Preikestolen findest: Du bist Minimum 3-5 Stunden in felsigem Terrain unterwegs. In den Wanderrucksack gehören also dem Wetter entsprechende Kleidung sowie ausreichend Proviant und Getränke. An die Füße gehören ein paar stabile Schuhe und ein Handy mit der Möglichkeit sich Hilfe zu suchen, ist heutzutage wohl selbstverständlich.

Sicherheit am Preikestolen – Notrufnummer für den Fall der Fälle

Natürlich möchte keiner davon ausgehen, als Notfall vom Berg geholt werden zu müssen. Die Tour am Preikestolen ist in Teilen gefährlich. Für die Wanderung Preikestolen ist es daher auf jeden Fall nützlich, sich diese Nummern zu speichern. Denn kaum sind wir in die Tour gestartet, sahen wir, wie eine junge Frau von glaube ich fünf Männern runtergetragen wurde.

Nur wenige Minuten später packte sich direkt ein Mann vor uns auf den Weg. Es war deutlich zu sehen, dass er eine Vorerkrankung hat – dennoch machte er sich mit dieser die Gehfähigkeit betreffenden Einschränkung auf den Weg und zack, lag er schon da.

Die Joint Rescue Coordination Centres – kümmern sich um sämtliche Such- und Rettungseinsätze in Süd- und Nordnorwegen

51 51 70 00 – JRCC Südnorwegen
75 55 90 00 – JRCC Nordnorwegen

Und hier noch die allgemeinen Notrufnummern für Norwegen:

110 – bei Feuer

112 – Polizei

113 – Rettungswagen

 

Hilfreiche Links für die Tourplanung

Hier findest du schöne Übersichtskarten, das lokale Wetter und das Höhenprofil.

https://preikestolen365.com/de/die-wanderung-zum-preikestolen-planen/

Droht der Preikestolen abzubrechen?

https://www.aftenbladet.no/lokalt/i/RVw85/redd-preikestolen-kan-falle-ned-og-skape-flodboelge-geologer-skal-kartlegge-sprekken

 

Und das kannst du auf anderen Blogs über diese Tour Wanderung Preikestolen lesen:

Tobi von Fjordblick.com

Kristin bei Travelinspired.de

 

Ausrüstungstipps für die Tour auf den Preikestolen

Sicherlich bist du immer gut ausgestattet. Dennoch habe ich hier nochmal eine kleine Liste zusammengefasst, die für eine Wanderung auf den Preikestolen hilfreich sein kann:

  • Regenjacke / Regenhose
  • Fleecejacke / Daunenjacke
  • warme Pullover (z.B. Merino oder andere Wolle)
  • Zwiebellook (Funktionsshirt, Longsleeve, Wollpulli oder Fleece, Windjacke)
  • Mütze / Schal / Handschuhe
  • Wanderschuhe
  • Handy mit Wanderapp (maps.me / komoot etc.)
  • erste Hilfe-Set samt Blasenpflaster
  • Taschenlampe / Stirnlampe
  • Proviant / Getränke (Müll selbst vom Berg mitnehmen / ggf. Mülltüte)
  • Kamera / Stativ

 

Vielen Dank, dass du dich mit uns zu dieser atemberaubenden Aussicht auf den Preikestolen getraut hast. Schau gerne demnächst hier wieder hinein. Wie ich es im letzten Beitrag schon schrieb – Norwegen hat uns dermaßen beeindruckt, dass noch unfassbar viel unbearbeitetes Material in meiner digitalen Schublade schlummert.

Autorin: Sandra Hintringer

Vielen Dank an Marcus Kahl von www.fotokahl.de für das Beitragsbild und weitere im Beitrag genannte Bilder

 

 

 

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